Ich bin heute morgen um 8 Uhr vom Hotel aus losgefahren und habe mir meinen Weg durch die Berge bis nach Gailo gekämpft. Leider regnet es schon seid einer Stunde fröhlich durch und ein Ende ist nicht in Sicht. Ich werde meine Pläne etwas anpassen müssen, denn auf Bergen, welches die kommenden Tage im Regen versinkt möchte ich verzichten. Gerade bin ich etwas hin und hergerissen wie drastisch ich meine Route änder. Mal sehen. 

Ich habe meine Route geändert, Bergen ist gestrichen, auch wenn ich dann Bernadette nicht wieder sehe (müssen uns halt Mal in Holland oder Köln treffen), aber ich habe gerade keine Lust auf Menschen. Also: Ab in die Wildnis 🙂 

Ich liege gerade in meinem Zelt und habe mit meinen Eltern telefoniert. Es ist leicht die Ereignisse des Tages in Worte zu fassen aber nicht die Eindrücke und die atemberaubende Schönheit und Ursprünglichkeit der Natur. Aber eins nach dem andern. 
In Geilo bin ich Richtung Norden gefahren, denn heute Stand neben dem Bergen Norwegens auch der längste Tunnel der Welt auf meiner Todo Liste. Der kleine Scheißer ist 25km lang und hat den Scharm eines von Kobelden durch den Berg gekloppten Stollen mit Licht. Das dieser Tunnel Licht hat muss an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich erwähnt werden. Von den ca. 80 km Tunnel die ich heute gefahren sind viele einfach Mal nicht beleuchtet. Viele Tunnel haben links und rechts Höhlen, die das befahren in absoluter Dunkelheit noch gruseliger machen. Geradeaus laufen die wenigsten, Kurven oder „Rechte-winkel-Kurven“ lassen das Ende auch nicht erhoffen. Ich hänge hier Mal ein Bild von Google Maps an. 

Verrückt oder? 🙂 war einfach super zu fahren 🙂 

Wasser was von der Decke fließt wie kleine Wasserfälle. Der Kalker Tunnel ist doch echt ein Witz gewesen…. Kommen wir zum Lærdal Tunnel zurück. Das besondere an den ist, das es 3 unterirdische Haltebuchten gibt die ganz toll beleuchtet sind. 

Der Weg zu dem Tunnel war ein ganz besonders schöner, leider hat es viel geregnet, daher habe ich nicht so viele Fotos machen können. Aber die würden das einfach nicht darstellen können. Die Strasser fuhrt einen unterhalb der Baumgrenze durch schroffe Felsen, die von Schnee bedekten Bergen umrundet waren. Es ist unglaublich, das von diesen Bergen Wasserfälle fließen, denn das bedeutet das da oben ja eine Quelle oder See oder so ist. Und dem ist so. Stück für Stück klettert man die Berge hoch, immer zwischen Felsen und Wasser. Einfach nur Toll! 

Ganz alleine war ich auf der Tour aber nicht unterwegs 🙂 Ich habe ein Super nettes Paar aus Schweden kennengelernt, die mich direkt auf eine Termostasse Kaffee eingeladen haben. Wir haben wir über die Gegend, vergangene Reisen und die kommenden Tage geredet. Eigendlich wollten wir dann noch ein ganzes Stück zusammen fahren, haben uns dann aber verloren. 

Es gibt aber eine heimliche aber ziemlich süße Gefahr auf dieser Strecke. Hier laufen Schaafsherden  frei Rum. Und anstatt sich in den Bergen aufzuhalten, Kuscheln, schlafen, wandernd diese ganz Besitzer über die Strassen. Das Ergebnis ist ein kleiner Herzinfarkt, wenn man mit 80 um eine Kurve kommt und eine Herde antrifft. 

Aber es ist alles gut gegangen und ich habe mir heute auch Mal richtig gut gekocht. 🙂 

 Nach 10 Stunden fahren und 400 km mach jetzt Mal die Augen zu.

Versorgungslog:

Übernachtung: Campingplatz 20€
Essen: siehe Foto 🙂

Categories: Norwegen

Tags: .

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