Der Tag begann heute Recht früh, denn heute wollten wir Strecke machen. Nicht ich und die kleinen Katze, auch nicht mit dem Franzosen sondern mit Goncalu.

Dieser kam gestern Abend noch vorbei und wir aßen gemeinsam zu Abend 🙂

Nach einem kurzen Plausch mit den französischen paar, hier das Motto heute: Strecke machen. Geplant waren 500 geschafft haben wir nur ca.300 km. Warum?

Gestartet sind wir bei 30 Grad und strahlenden Sonnenschein. In den Pausen war es einigen von uns sogar ein wenig zu heiß!

Dann kamen wir nach Polen und näherten uns den Mansuren, der wunderschönen Seenplatte. Mehrere Sehen, immer wieder unterbrochen von schönen Wäldern oder kleinen Sümpfen in denen tote Bäume wie Zeugen aus vergangener Zeit stehen, und Störche nach Futter suchen. Auch kamen hier zum ersten Mal nach dem Nordcup Mal wieder ein Paar Kurven um die Ecke! doch das Wetter änderte sich schnell.

Den Größten Teil des heutigen Tages regnete es dann in einem Durch. Goncalu, der mit schlechten alten Schuhen, 5 Euro Regenhose und Regenjacke und keinem Regencover für den Schlafsack oder Zelt war in kürzester Zeit am Ende seiner Kräfte.

Auch ich hatte heute unglaubliche Probleme… Mal wieder mit meinem Rücken. (Warum habe ich mir am Anfang eigendlich Sorgen um meine Handgelenke gemacht?) der Regen und der Fahrtwind kühlten meinen Rücken so aus, das ich von einem Krapfen in den anderen gerutscht bin. Irgendwann beschloss ich das es nicht mehr weiter geht! Ich brauche fast 20 Minuten um ohne Schmerzen und Krämpfe wieder gerade stehen zu können. Also suchte wir schnell einen schönen Zeltplatz auf dem ich jetzt im Zelt liege und dir schreibe 🙂 Der Zeltplatz liegt direkt an einem See und danchdem der Regen sich wieder verzogen hat wurden wir mit einem schönen Sonnenuntergang belohnt.

Was heute, neben meinem Rücken und Consalus grundsätzlicher verpeiltheit unglaublich schlimm war, waren die Unfälle. 6 Unfälle auf 300 km ist echt der bisherige Record. Bei dem ersten war ich der dritte am Unfallort und half den Unfallort abzusichern, da er hinter einer Bergkuppe lag und nicht einsichtig war. Ein UPS Sprinter ist von der Fahrbahn abgekommen und lag auf dem Dach im Graben. Bei DIESEM Unfall wurde zum Glück niemand verletzt, bei den anderen war da schon etwas anderes.

Um auf der Straße zu reisen und zu leben, wie ich es im letzten Monat gemacht habe braucht man neben vielen Eigenschaften, die man selbst mitbringen muss, vorallem einen sehr guten Schutzengel, der einen Begleitet und schützt. Danke dafür!

Categories: Litauen, Polen

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